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 Sternenlicht Chroniken - Kapitel 2 - Der Aufbruch

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Veradis Abendhauch

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BeitragThema: Sternenlicht Chroniken - Kapitel 2 - Der Aufbruch   Di Jan 17, 2017 7:20 pm

Der erste Morgen in Lichtsang und kaum mochte man glauben, welche
Schrecken dort draußen wüteten - die Vögel sangen ihr Morgenlied unter einem leicht verschleierten Himmel
und der Wind strich fast sanft durch die Kronen der Bäume.

Arvea Sternenpfad wandte sich vom Fenster ab und ging zu dem kleinen Tisch, auf dem Tinte, Feder, Pergament, Löschsand und Siegelwachs lagen.
Sie legte das Siegel der Schwesternschaft dazu, das sie aus Darnassus mitgebracht hatte.

Nachdenklich ließ die Priesterin den gestrigen Abend in Gedanken vorbeiziehen und begann zu
schreiben:

"Elune mit euch, Schwestern,

vor zwei Tagen traf ich hier in Sternensang ein und gestern habe ich die Truppe, die
Schwester Silberpfeil zusammengestellt hat, getroffen.

Es war recht angenehm, doch gibt es sicher noch einiges zu tun, um diese Kaldorei
auf ihre Aufgabe vorzubereiten.

Die neu angeforderte Schildwache - Val`meren Efeutanz - hat ebenfalls pünktlich ihren
Dienst angetreten. Allerdings scheint es mir, dass ihr noch der rechte Schliff bezüglich
ihres Umgehens mit Vorgesetzten fehlt. Deshalb beabsichtige ich, sie in die Obhut von
Llashaya Schattenblatt zu geben,  die durchweg positive Beurteilungen aufweist.
Leider hatte ich noch keine Gelegenheit Schildwache Schattenblatt selbst zu befragen,
da sie gestern auf einer Mission war.

Mit Freude kann ich vermelden, dass Eldeh Mondschwinge, meine ehemalige Schülerin,
ebenfalls in Lichtsang ihren Dienst versieht. So können wir sicher sein, eine sehr fähige
Druidin - wie ich vom Cirkel hörte - in unseren Reihen zu haben. Ich habe sie beauftragt,
weitere Kaldorei zu rekrutieren. Besonders wichtig ist es, wieder eine Shen`dralar für
unser Unterfangen zu gewinnen, da – wie euch bekannt ist – die arkanen Energien mehr als
bedrohlich über Suramar liegen.

Schwester Ellarine Mondpfeil, die dem Tempel wohlbekannt ist, wird mir bei der Ausrichtung
einer geplanten Totenfeier zur Hand gehen und auch die Berichte über sie waren ja
durchgehend positiv.

Eine weitere Druidin war anwesend, die sich wohl mit Kräutern beschäftigt - was sich sicher
als nützlich erweisen könnte. Ihr Name ist Ayalishar Mondflug. Ich bitte um nähere Informationen,
falls welche vorliegen.

Die Druidin namens Veradis Abendhauch, die sich so dringend bei uns um eine Rekrutierung bemüht hat,
war – ohne sich abzumelden – nicht vor Ort. Hier dürfte auch ein ernstes Gespräch nötig werden.

Leider hatte ich die traurige Pflicht, Elyann Silberpfeil mitzuteilen, dass wir noch keine Spur
ihrer Mutter gefunden haben. Sie wird bei uns bleiben und ich beabsichtige, sie als Späherin
einzusetzen. Auch teilte sie mir mit, dass sie nähere Informationen über Schwester Silberpfeils
Nachforschungen habe.  Sobald ich informiert bin, wird der Tempel einen Bericht erhalten.
Nach der Gedenkfeier für die gefallenen Kaldorei  werden wir uns auf die Suche in den Ruinen begeben
und ich bin zuversichtlich, dass wir mit Hilfe der Göttin Erfolg haben werden.

gez. Arvea Sternenpfad


Zufrieden faltete die Priesterin das Pergament, nachdem sie es mit Löschsand bestreut hatte und
versiegelte es mit dem Wappen der Schwesternschaft.  

Das Schreiben würde mit einigen Materialanforderungen vom Tempel in Val`Sharah aus in die Heimat gehen.
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Ayalishar Mondflug

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BeitragThema: Re: Sternenlicht Chroniken - Kapitel 2 - Der Aufbruch   Sa Jan 21, 2017 3:41 pm

Vor etwa einer Wochen

Llashaya stand in einer lockeren, fast schon gelangweilten Wachhaltung unter dem Vordach des großen Haupthauses und Lichtsang und starrte in den Regen. Dicke, runde Tropfen, die sich ihren langen weg durch das dichte Blätterdach von Val'Shara kämpfen mussten. Vor ihr auf dem offenen Platz hatten sich viele kleine Pfützen gebildet und die Luft war erfüllt vom duft eines nassen Nachmittagswaldes. Doch auch ein anderer Geruch hatte sich in den Regen dieser Insel gemischt. Schwefel vielleicht? Der Vorgeschmack der Ausbreitung der Verderbniss. Langsam, beinahe Gedankenverloren, streckte sie ihre Linke vor in den Regen. Das Wasser machte ein leises, tickendes Geräusch auf ihrem, mit Metall verstärkten, Handschuh und jeder Tropfen zersplitterte in tausende winzigerer Tropfen. Llashaya seufzte tief. Die letzten Tage, inzwischen Wochen waren eine Mischung aus Ungewissheit, Wachdienst, Besorgungen und Training gewesen. Sie vermisste ihre Einheit, die Heimat, den Kampf?! In einer zeitlupenhaften Bewegung schloss sie die Finger der Linken zur Faust und betrachtete sie. Wellen und Wellen von Dämonen ergoßen sich über diese Lande und die Frau die sie hatte anführen sollen, auf einer heren Mission zur Einigung ihres Volkes war verschwunden, möglicherweise selbst verschleppt von diesen Bestien. Gefallen unter myriaden von Klauen und Flügeln. Ein Zucken im Augenlid und ein leichtes Kopfschütteln vertrieben diese Gedanken wieder. Dennoch. Nach der Erfolglosen Suche war ihrer neuen Einheit und somit auch ihr nur noch das Warten übrig geblieben. Warten auf neue Befehle, warten auf Informationen ... Warten. Man könnte meinen, ein Leben, welches mehrere tausend Jahre gehen würde, würde das Warten erträglicher machen, aber in diesem Fall half es nichts. Wenigstens Eldehs Kochkünste und Veradis mit ihrer unkonventionellen Art hielten ihre Motivation aufrecht. Die Priesterinnen schienen alle Hände voll zu tun zu haben und von den Arkanisten hatte sie seit Tagen nichts gesehen. Ein erneutes tiefes Seufzen und das zurückziehen ihrer Hand holten sie in das hier uns jetzt zurück, als die Krallendruidin Ayalishar, welche sich in letzter Zeit dauern im Labor des Hauses vergrub und irgendwelche Pflanzen untersuchte die Treppe hinuntergerauscht kam. Sofort verbreitete sich der Duft von Kräutern unter dem Vordach. Sie mochte die Druidin, auch wenn sie nie ganz schlau aus ihr wurde. "Ah, Schildwache, gut das ich dich hier antreffe .." Wo denn sonst ?! Dachte Llashaya Reflexhaft. " Ich benötige ein paar spezielle Besorgungen und eine Freundin in einem kleinen Lager im Norden hat diese für mich aus Dalaran herfliegen lassen. Leider ist der Hippogreif bei ihr und nicht bei uns gelandet. " Die Druidin seufzte ein langgezogenes Seufzen. "Möglicherweise wird deren Lager zu allem überfluss auch noch von einigen niederen Plagegeistern der Legion heimgesucht. Ich würde selbst fliegen, aber wenn ich diese Pflanzen länger als eine Stunde unbeaufsichtigt lasse beginnen sie das Haus anzugreifen. " Llashaya blinzelte verwirrt, lies diesen Teil dann aber unkommentiert. Die Aussicht auf einen Ausritt und ein wenig echte Kampfherausforderung machten sie auf der Stelle freudig aufgeregt. " Ich werd gern für dich Reiten. Shan braucht eh ein bisschen Bewegung und ich nehme an, zur Zeit gibt es eh niemanden der meinen Wachbefehl überprüft..." Ayalishar warf ihr einen uneindeutigen Blick zu und rieb ihr dann aufmunternd über die Schulter. Dann drückte sie ihr ein säuberlich beschriftetes Pergament, welches mit einer Art durchsichtiger Wachsschicht bedekt zu sein schien, in die Hand " Ich danke dir. Ich werde mich Revanchieren." Ohne groß weitere Worte, drehte die Krallendruidin sich wieder um und verschwand indas Haus und die Treppe nach oben, von der sie gekommen war. Llashaya nickte, nur noch zu sich selbst, und begab sich zu ihrem treuen Gefährten. " Ich hab uns Abwechslung besorgt Shan..."

Einige Stunden später

Was ist denn das Plötzlich für ein Lärm. Habe ich etwas verpasst? War heute ein Treffen ? Neuigkeiten ? Ayalishar lies das Messgerät sinken und sah fragend zu dem anderen Kaldorei der am arbeiten war hinüber. Sie brauchte einige Augenblicke um zu realisieren, dass sie diese Fragen nicht laut gestellt, sondern nur Gedacht hatte. "Ähm .. " gab sie von sich und entschloss sich schon wärend dessen selbst nach zu sehen. Der Kaldorei ihr gegenüber blickte kurz von seiner Lektüre auf, scheinbar unbeeindruckt vom Treiben im Haus und zuckte mit den Schultern. "Schon gut , Bruder ." murmelte die Druidin und griff nach ihrem Hut.
Im Hauptraum des Haupthauses, in welchem die Einheiten, die hier in Lichtsang stationiert waren, zu einem Großteil untergebracht waren, hatten sich einige ihrer Schwestern versammelt. Sie machte Eldeh aus, ebenso wie Schwester Ellarine und eine Schildwache, die ihr bisher unbekannt war. Dann noch eine weitere junge Kaldorei, die der verschwundenen Kommandantin Silberpfeil erstaunlich ähnlich sah und zu guter letzt eine Elfe, die sie schon etliche Jahre nicht mehr gesehen hatte. Keine all zu gute Bekannte. Eine ehemalige Kollegin vielmehr. Sie rieb sich nachdenklich das Kinn. Wie war noch gleich der Name.. Arvala, Arvona, A.. Arvea ! Sternenpfad, ja das war es. So wurde also die eine Priesterin mit einem gewissen Ruf, gegen eine andere ausgetauscht. Jedoch mit gänzlich unterschiedlichen Spezialgebieten. War Shelle doch eher eine Kämpfernatur gewesen, ihr selbst in diesem Punkt nicht unähnlich, so war Arvea doch eher als eine Disziplinierte und Strenge ausbilderin bekannt, die jungen Novizinen den nötigen Schliff gab. "Hrm.. Interessant" murmelte sie unter ihrem Atem und lehnte sich gegen die Ecke des Eingangs um die Versammlung nicht zu stören, bis die scheinbar neue Anführerin dieser Unternehmung hier sie dazu bat. Aya lies sich nicht lange bitten. Zwar war sie gekommen um die Verderbniss durch den Alptraum, besonders auf die physische Pflanzenwelt bezogen, zu untersuchen, doch hatten die Ereignisse um das Verschwinden von Priesterin Silberpfeil und die Zugehörigkeit einer alten Freundin, deren Werdegang als Druidin sie mit einem sehr großen Interesse verfolgte, zu dieser Einheit dafür gesorgt, dass auch sie sich hier eingerichtet hatte und bei allem half, was anstand. Sie warf Eldeh einen lächelnden Blick zu. Der Pfad der Druidin war ein so Neuer, so unausgetretener für sie Beide. Er brachte sie auf Augenhöhe, was ihre Fertigkeiten anging. Es war wie ein .. Neustart. Sie brach den Gedankengang ab und widmete der neuen Mondpriesterin ihre volle Aufmerksamkeit wärend ihrer Rede. Die meiste Zeit zumindest, denn auch die junge Kaldorei, die Shelle so ähnlich sah, weckte ihr Interesse. Eine impulsive und doch systematisch wirkende Kaldorei. Ungeduldig vielleicht, aber mit der selbst auferlegten Disziplin ihrer Mutter "gesegnet". Sie lauschte den neuen Informationen, welche im Wesentlichen noch kaum vorhanden zu sein schienen und den Plänen für die nächste Zeit. Sie war erfreut, so das dem Thema angemessen war, über den Vorschlag, oder war es eine Anweisung?!, einer Gedenkzeremonie. Respekt und Verarbeitung von geschehenem. Zwei Dinge, die in der ganzen Unternehmung der Verteidiger dieser Insel bisher viel zu kurz gekommen waren. Eldeh schien unzufrieden. Unzufireden mit dem Warten und dem sinnlosen Verstreichen von Zeit. Ayalishar schüttelte kaum merklich den Kopf und lächelte dabei ein warmes, vielleicht ein wenig maternalistisches, Lächeln. Sie konnte die Ungeduld ihrer Schwester verstehen. Sie konnte den Drang nach Taten verstehen. Aber Mondpristerin Sternenpfad tat genau das richtige in der gegebenen Situation. Alle Wut und alle Enttäuschung, so berechtigt sie auch sein mochten, würden an dieser Tatsache nichts ändern...

((Der dritte Absatz mit Llashas Rückkehr folgt demnächst Smile ))
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Valyriea
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BeitragThema: Re: Sternenlicht Chroniken - Kapitel 2 - Der Aufbruch   Sa März 04, 2017 12:04 pm

Eine verschwundene Kommandantin, Suchmission, die Einheit des Volkes, Angriff in den Tunneln, sich abwechselnde Mondpriesterinnen, Portalzauber über kreuz, die Verheerten Inseln, Beraterin des Tempels, ein Neuanfang in Darnassus, Shelle Silberpfeil, die Kal'Anar, ein gerettetes Leben, zwei gerettete Leben, eine aufgebrachte Arkanistin, Berichte, offene Fragen, ein Mensch, Shelle Silberpfeil, die Einheit des Volkes, die Kal'Anar, Shelle Silberpfeil, ...

Valyriea Sternenfall war es gewohnt, dass ihr Verstand sich bisweilen auf eine Erkundungsreise begab, an der sie eher beiläufig teilnahm, sich von ihm führen ließ um schließlich im rechten Moment eine weitere Instanz hinzuzuschalten, mochte man sie Willen nennen oder Bewusstsein, das war ihr einerlei, zum Zwecke jedenfalls der Ordnung all der Eindrücke, die sie auf diesem mentalen Ausflug erworben hatte. Nur schien dieser ihr vertraute Vorgang in den letzten Tagen an Komplexität zuzunehmen. Nur wenige Dinge waren der Hochgeborenen vertrauter als die Zeit, hatte sie doch dieser rätselhaften Größe ganz wesentliche Phasen ihres Lebens gewidmet, und doch war sie erneut erstaunt, wieviele Ereignisse in so wenige Tage passten und auch wieviele Gedankengänge und Folgen sie mit sich brachten, die sich im Kopf der Arkanistin ausbereiteten wie das Netz einer äußerst ehrgeizigen Spinne.
Diese ihr fremden Elfen schienen irgendeiner Mission zu folgen und auch von irgendetwas zusammengehalten zu werden, aber ein rechtes Muster ergab sich für Valyriea hier noch nicht. Vielleicht wohnte sie einem Anfang bei, was die chaotischen Züge der Situation erklären würde, da Anfänge diese meist bargen. Shelle Silberpfeil. Dieser Name war ihr beiläufig ein Begriff, doch hatte sie von deren neuerlichen Zielen bisher nichts gehört. Die Einheit des Volkes könnte für eine Hochgeborene wie Valyriea nur Vorteile mit sich bringen, schließlich war die Freiheit des arkanen Studiums das höchste Gut der alten Elfe und Freiheit und verachtende Aufsicht verstanden sich furchtbar schlecht. Nur war Shelle Silberpfeil offenbar verschwunden bevor sie ihren Plan entfalten konnte und Valyriea vermochte nicht einzuschätzen, wer von diesen neu kennengelernten Elfen welche Ziele wie ernsthaft verfolgte. Dies würde sich zeigen. Sie konnte hier nicht vielmehr tun als abzuwarten und das hatte sie in den letzten Jahrtausenden auch perfektioniert. Zwischenelfische Vorgänge konnte sie mit der Geduld eines toten Steines beobachten und deren Verlauf beinahe mit fatalistischer Ruhe auf sich zukommen lassen. Wenn aber die Frucht der Erkenntnis lockte, so war die Situation doch eine gänzlich andere!

Und so verließ Valyriea Sternenfall sicherheitshalber, denn nach wie vor traute sie dem neuen Frieden nicht gänzlich, die Hauptstadt der Kaldorei und zog sich in die Abgelegenheit der nachtelfischen Wälder zurück um in Erfahrung zu bringen, wo sich die gesuchte Kommandantin befinden könnte. Als die Antwort sich schließlich abzeichnete, war sich die Arkanistin sicher, dass die Gemeinschaft der Kal'Anar darüber nicht erfreut sein würde.
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